Hannah Wilke

ALICE MILEWSKI

Model: Agnes Milewski

Hannah Wilke, geboren als Arlene Hannah Butter am 7. März 1940, war eine amerikanische Malerin, Bildhauerin, Fotografin, Video- und Performancekünstlerin. Wilkes Werke sind bekannt für die Auseinandersetzung mit Themen wie Feminismus, Sexualität und Weiblichkeit.

Hannah Wilke wuchs in New York City als Tochter jüdischer Eltern auf; ihre Großeltern waren osteuropäische Einwanderer. 1962 erwarb sie einen Bachelor of Fine Arts und einen Bachelor of Science in Education an der Tyler School of Art der Temple University in Philadelphia. Sie unterrichtete insgesamt rund 30 Jahre lang Kunst.

Von 1969 bis 1977 war Wilke mit dem amerikanischen Pop-Art-Künstler Claes Oldenburg liiert; in dieser Zeit lebten, arbeiteten und reisten sie gemeinsam. Wilkes Werke wurden zeitlebens national und international ausgestellt und werden auch nach ihrem Tod gezeigt.

Als radikale feministische Künstlerin entwickelte Hannah Wilke eine facettenreiche Praxis, die Dialoge über Kunst und Geschlecht herausforderte. In den 1960er-Jahren, inmitten der Frauenbefreiungsbewegung in den Vereinigten Staaten, entstanden Wilkes zutiefst persönliche Kompositionen, welche die vorherrschenden kulturellen Vorstellungen über Frauen und weibliche Sexualität hinterfragten.

Ihr konfrontativer Umgang mit dem eigenen Körper und ihre Satire auf das Glamour-Modeling brachten sie zu ihrer Zeit manchmal in Konflikt mit der feministischen Gemeinschaft. Die Künstlerin gehörte zu den ersten, die sich mit „essentialistischer Kunst“ beschäftigten und die weibliche Erfahrung mit Bildern der Vagina verknüpften. Diese stellte sie aus verschiedensten Materialien her und klebte sie auf dutzende Fotos, Postkarten sowie ihren Körper.

Wilke nutzte ihre Kunst, um die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern herauszufordern und uns alle zu befähigen, eine sinnlichere Verbindung zum Leben und eine emanzipierte Gesellschaft zu verwirklichen.

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